GTU - Geothermie Unterschleißheim AG

GTU - Geothermie Unterschleißheim AG

17.06.2002

Unterschleißheim beim Klimaschutz auf dem Weg zur Vorzeigestadt

Bohrung im Valentinspark erfolgreich abgeschlossen

Ein wichtiges Etappenziel, man könnte auch sagen die Geothermie Unterschleißheim AG -GTU - hat bereits das Halbfinale erreicht, denn die im Dezember 2001 begonnenen Bohrungen nach warmen Wasser im Valentinspark sind erfolgreich abgeschlossen. Jetzt besteht endgültige Gewissheit: In einer Tiefe ab 1.954 m ist ein über 80° heißer und ausreichend mächtiger Grundwasserstrom vorhanden, der genügend Energie liefert, um die im Bereich des geplanten Fernwärmenetzes liegenden Betriebe und Wohngebäude mit Heizenergie zu versorgen. Letzte Gewissheit brachte der 100 Stunden-Pumpversuch, der vor wenigen Tagen abgeschlossen worden ist und die von den Geologen angenommenen Werte bestätigt hat. Dieses positive Ergebnis hat nicht nur für entspannte Gesichter bei den Aufsichtsräten und dem Vorstand der GTU geführt, sondern auch bei den Anliegern rund um den Valentinspark. Dort wird jetzt wieder die gewohnte Ruhe einkehren. Allerdings wird der Bohrplatz noch einige Monate bestehen bleiben, bis im Herbst die noch notwendige Pumpe unterirdisch installiert worden ist.

Dennoch wird sich in den nächsten Wochen das Erscheinungsbild rund um den Bohrplatz verändern, weil in Bälde der Bohrturm abgebaut und von Spezialfahrzeugen zum Bohrplatz südlich der Kreuzstraße transportiert werden wird. Hier soll im Laufe des Monats Juli mit der zweiten Bohrung begonnen werden. Ziel dieser Aktion ist es, das im Valentinspark zutage geförderte Thermalwasser wieder in den Untergrund zurückzuführen, nach dem ihm vorher im geplanten Geoheizwerk beim Freizeitbad die Wärme entzogen worden ist. Damit das alles geschehen kann, werden demnächst die vorhandenen oberirdischen Rohrleitungen bis zum zweiten Bohrplatz verlängert und erst dann unterirdisch verlegt, wenn sowohl die Verpressbohrung südlich der Kreuzstraße und der noch notwendige Langzeitpumpversuch zu einem positiven Ergebnis geführt haben. Die GTU geht davon aus, dass die noch ausstehenden Werte bis Spätherbst vorliegen. Erst dann steht fest, wie viel Megawatt an Energie zur Verfügung steht und wie viele Wärmekunden zusätzlich noch an das Projekt angeschlossen werden können