GTU - Geothermie Unterschleißheim AG

GTU - Geothermie Unterschleißheim AG

07.10.02

Geothermie AG beginnt mit der Verpressbohrung

Jetzt ist endlich auch die Genehmigung des Bergamtes Südbayern für die zweite Bohrung der GTU AG im Unterschleißheimer Rathaus eingetroffen. Geologische Planer und die Bohrfirma haben während der Sommerferien alle Vorbereitungen getroffen, damit am Bohrplatz südlichöstlich der Kreuzstraße im Bereich des Bebauungsplans Nr. 37 a "Hart-wiesen" mit dem Setzen des Standrohres begonnen werden konnte. Das Standrohr, wurde in einer Tiefe von 21 m in geringdurchlässigen Schichten abgesetzt. Es sperrt die obersten Schichten vollkommen ab, so dass in diesem Schutz sich dann der Bohrmeisl weiter bis zur vorgesehenen Tiefe von ca. 2.000 m vorarbeiten kann. Es handelt sich, ähnlich wie bei der Bohrung im Valentinspark, auch hier um eine Teleskopbohrung, das heißt, dass sich der Durchmesser der Bohrung und damit auch der Durchmesser der Rohre abschnittsweise verjüngt, von ca. 400 mm am Standrohr bis zu 216 mm in 2.000 m Tiefe.

Die GTU AG hofft, dass die Vorhersagen der Geologen eintreten und sich auch die zweite Bohrung wieder als erfolgreich erweisen wird. Dieses Ziel wäre dann erreicht, wenn es mit Hilfe der zweiten Bohrung gelingt, das im Valentinspark zutage geförderte 81° Celsius heiße Wasser wieder in den Untergrund zu verpressen, nachdem ihm vorher im Geoheizwerk die Wärme entzogen wurde. Der Abschluss der zweiten Bohrung wird nach dem vorliegenden Projektplan im Laufe des Monats Dezember 2002 erwartet.

Als nächstes steht dann der Beginn der Bauarbeiten für das nördlich des Freizeitbades geplante Geoheizwerk an, für das bereits die Baugenehmigung beim Landratsamt Mün-chen beantragt worden ist. Parallel mit diesem Projekt werden dann auch gleich die ersten Fernwärmeleitungen verlegt, sodass mit Beginn der Heizperiode 2003 außer dem Freizeitbad, der Therese-Giehse-Realschule und dem Carl-Orff-Gymnasium auch schon die ersten Wohn- und Firmengebäude angeschlossen werden können. Leider sind mit der Lei-tungsverlegung und der damit verbundenen Aufgrabungen von öffentlichen Verkehrsflächen auch Behinderungen verbunden, wofür wir jetzt schon um Verständnis bitten.