GTU - Geothermie Unterschleißheim AG

GTU - Geothermie Unterschleißheim AG

Geothermie nimmt Probebetrieb für Heizperiode 2003/04 auf

Der volle Einsatz der Monatagetrupps während der Sommerferien hat sich gelohnt. Die Arbeiten zur Verlegung der Rohrleitungen des Nahwärmenetzes sowie der Hausanschlüsse sind, wie geplant, termingerecht abgeschlossen.  Und auch in der Energiezentrale am Hartmut-Hermann-Weg ist der  Probebetrieb seit  Wochen angelaufen. Zur Freude der Beschäftigen im benachbarten Hallenbad wird das Freizeitbad bereits mit  Wärme aus der Energiezentrale  versorgt. Und die drei im Einsatz befindlichen  Montagegruppen sind zur Zeit mit Hochdruck dabei, um die vorbereiteten Übergabestationen in den Wohnblocks in Betrieb zu nehmen. Derzeit schaut alles danach aus, dass das vorgegebene Ziel bis Ende September nahezu alle Heizungsanlagen des 1. und 2 Bauabschnittes anzuschließen, gut erreicht werden kann.

Zur Zeit erfolgt die Wärmeerzeugung in der Energiezentrale noch mit den beiden Heizkesseln, die in der Phase des Probebetriebs richtig eingestellt und automatisiert werden sollen. Damit soll auch gleich die Betriebsfähigkeit für die spätere Abnahme durch die GTU AG nachgewiesen werden.

Neben der Herstellung der Hausanschlüsse und dem Probebetrieb in der Energiezentrale sind eigens eingesetzte Spezialisten zur Zeit dabei die Anlagenteile des Geothermiekreislaufs, die sog. Förder- und Verpresstechnik, zu installieren, damit die Erdwärme  ab Mitte Oktober aus einer Tiefe von 2.000 gewonnen werden kann. Dazu muss vorher noch die Förderpumpe in das Bohrloch im Valentinspark eingebracht werden. Dies ist die letzte und wohl auch schwierigste noch anstehende Arbeit. Sie besteht darin, die tonnenschwere, rd. 17 m lange Pumpe millimetergenau mit den angeschlossenen Stromkabeln, der Steigleitung (Rohrleitung durch die das Wasser zu Tage gepumpt wird) sowie diversen Kontrollleitungen in die Verrohrung der Förderbohrung einzubringen und auf eine Tiefe von 280 m herabzulassen.

Parallel zu den Arbeiten der GTU AG haben in einigen Straßen bereits die Arbeiten zur Wiederherstellung der Straßenoberfläche begonnen. In diesen Straßen sind die sog. Setzungen im Bereich der Rohrleitungstrasse abgeklungen, so dass nun der endgültige Straßenbelag hergestellt werden kann. An den vielen kleinen Setzungen in den Streifen der Rohrleitungstrassen auf den Straßen wird deutlich, wie sinnvoll diese zeitversetzten Arbeiten sind, denn die Setzungen sind trotz bester Ausführung der Arbeiten nicht zu vermeiden. Für die gerade fertig gestellten Trassenabschnitte bedeutet dies, dass der letzte Arbeitsschritt erst in einigen Wochen erfolgen kann und ggf. bei schlechter Witterung verschoben werden muss.

Erster Bürgermeister Rolf Zeitler hat sich als Aufsichtsratsvorsitzender der GTU AG sehr zufrieden über den bisherigen Bauablauf und die ausgeführten Arbeiten geäußert und darauf hingewiesen, dass innerhalb nur weniger Monate eine große Vielzahl ganz verschiedener, oft schwieriger Bauaktivitäten positiv abgeschlossen werden konnte. Die Stadt Unterschleißheim ist zuversichtlich, dass auch noch die letzten anstehenden Arbeiten rechtzeitig zum Beginn der neuen Heizperiode termingerecht abgeschlossen werden.

Erfreulich ist aber auch die Tatsache, dass der überwiegende Teil der Anlieger und Verkehrsteilnehmer großes Verständnis für die mit den Bauarbeiten zeitweise verbundenen Verkehrsbeeinträchtigungen hatte, wofür sich die Stadt und die GTU AG nochmals herzlich bedanken möchten. Damit haben die Bürgerinnen und Bürger zum Ausdruck gebracht, dass sie das Geothermie-Projekt befürworten und unterstützen, auch wenn sie nicht selbst unmittelbare Nutznießer dieser innovativen und umweltschonenden Wärmeversorgung sind.