GTU - Geothermie Unterschleißheim AG

GTU - Geothermie Unterschleißheim AG

Zukunftsorientiert, ressourcenschonend, umweltfreundlich

Geothermieprojekt in Unterschleißheim erfolgreich abgeschlossen

Was 1998 mit einer gewagten Idee begann, wurde im Laufe der Jahre ein Erfolgsmodell, das weit über die Grenzen Bayerns hinaus Anerkennung und Bewunderung fand und immer noch findet: Das erfolgreich abgeschlossene Geothermieprojekt in Unterschleißheim wurde im April 2005 in festlichem Rahmen gebührend gefeiert. In Anwesenheit des bayerischen Wirtschaftsministers Dr. Otto Wiesheu und seines Ministerkollegen Dr. Werner Schnappauf vom Umweltministerium wurde der Pioniergeist der GTU AG gelobt, die neue Geothermieanlage eingeweiht und der bundesweit einzigartige Geothermieatlas des Freistaates Bayern vorgestellt.

Einweihungsfeier 11.04.2005
Einweihungsfeier 11. April 2005. Von links: Vorstand der GTU AG Thomas Stockerl,

Die Planungen wurden im Laufe der Zeit immer konkreter, die geologischen Verhältnisse in Unterschleißheim waren ideal, der Stadtrat hat mit zukunftsorientierten Entscheidungen das Vorhaben in die Wege geleitet und begleitet: Das Ergebnis ist das bisher größte und erfolgreichste Geothermieprojekt in Bayern. Viele andere Kommunen versuchen zwischenzeitlich ebenso, das natürliche Energievorkommen der Erdwärme zu nutzen. Als eine der ersten Kommunen hat es die Stadt Unterschleißheim mit ihrer Eigengesellschaft GTU Geothermie Unterschleißheim AG geschafft, eine umwelt- und ressourcenschonende Fernwärmeversorgung für vergleichsweise 2.800 Einfamilienhäuser in die Tat umzusetzen. Bis dahin mussten viele Höhen und Tiefen - wie zuletzt der Absturz der Förderpumpe gerade im Winter 2004 als zunächst großer Ruckschlag - überwunden werden. Doch der Mut und die Entschlussfreudigkeit aller beteiligten Partner, allen voran die Stadt Unterschleißheim mit Herrn Ersten Bürgermeister Zeitler, haben dazu geführt, dass im Sommer 2003 das städtische Freizeitbad als erstes Gebäude mit der umweltfreundlichen Energie beliefert werden konnte. Nicht zuletzt deshalb wurde für die Feierlichkeiten auch dieses Ambiente ausgewählt: Im festlich geschmückten Schwimmbad lobten die beiden bayerischen Minister Dr. Wiesheu und Dr. Schnappauf die Vorreiterrolle der Stadt Unterschleißheim sowie die Weitsicht und den Mut des Unterschleißheimer Projektes. Mit der geplanten Endausbaustufe von 31 MW werden zahlreiche kommunale Gebäude sowie Wohnanlagen und Büro- und Firmengebäude mit dem aus ca. 2.000 Meter geförderten, rund 80 Grad heißen Wasser beliefert. Die GTU AG ist mit einem Eigenkapital von 6,6 Millionen Euro aus städtischen Mitteln ausgestattet, zusätzlich wurde das Vorhaben mit rund 1,9 Millionen Euro vom Freistaat Bayern bezuschusst. Mittlerweile kann auch eine eindrucksvolle Umweltbilanz vorgelegt werden: Fast 70% der benötigten Wärme werden ohne Schadstoffe erzeugt. Damit leistet die Stadt Unterschleißheim einen wesentlichen aktiven Betrag zum Umweltschutz und spart jährlich ca. 8.300 Tonnen Kohlendioxid, 4,5 Tonnen Schwefeldioxid und 7 Tonnen Stickoxide ein. Die GTU AG nimmt durch die Realisierung dieses maßgeschneiderten Klimaschutzes als eines der ersten Unternehmen erfolgreich bereits am Emissionshandel teil. Da das geförderte Wasser auch balneologische Heil- und Mineralwasserqualität hat, gibt es schon die nächsten zielstrebigen Visionen: Die Planungen für ein Thermalbad mit Heilwasser laufen bereits.