Robert Meyer und Tobias Karlhuber, München
Burkhardt | Engelmayer | Mendel Landschaftsarchitekten Stadtplaner PartmbB, München - Dezember 2019

Wie eine Perlenkette reiht das Team vier höhere Gebäude parallel zur S-Bahntrasse. Auch in diesem Entwurf werden die Höhen gegenüber dem ersten Entwurf zurückgenommen. Im nördlichen Teil entstehen zwei zusammenhängende Hofstrukturen mit drei Hochpunkten mit acht und zehn Geschossen, die gegenüber den ersten Plänen um jeweils zwei Geschosse reduziert wurden.

Im Süden ist ein zusammenhängender Block mit einem Hochhaus (12 Geschosse) vorgesehen, der übrige Teil ist fünf Etagen hoch. Auch hier sind Arkadengänge geplant. Insgesamt werden hier drei begrünte Innenhöfe angelegt. Die Idee ist, eine eindeutige und von weitem sichtbare Stadtadresse mit großer Fernwirkung zu gestalten. Es gibt grüne Inseln mit Sitz- und Spielgelegenheiten im ganzen Gebiet.

In Zahlen:

Vorgeschlagen werden ca. 42.070 m² Gesamtfläche (möglich nach Vorgabe 44.700 m²), darauf können entstehen: ca. 270 Wohnungen auf ca. 24.780 m² Fläche (möglich nach Vorgabe 25.340 m²), ca. 5.550 m² Freiflächen auch in Höfen und auf Dächern, ca. 7.400 m² für Einzelhandel (möglich nach Vorgabe 9.600 m²), ca. 6.200 m² für Hotel, ca. 3.700 m² für Büros.


Robert Meyer und Tobias Karlhuber, München
Burkhardt | Engelmayer | Mendel Landschaftsarchitekten Stadtplaner PartmbB, München - Juni 2019

Eine Reihe von unterschiedlich hohen Gebäuden entlang der Bahnstrecke schafft einen wohl proportionierten Rhythmus und ergänzt die vorhandenen Hochpunkte Unterschleißheims. Gleichzeitig fügen sich die zwei kombinierten Höfe mit dem autonomen Baustein im Süden wohltuend in das Stadtbild ein.
Die öffentlichen Wegeverbindungen sind wenig zoniert. Der Vorplatz beim S-Bahnhalt wird durch den Gebäuderücksprung räumlich betont. Die Geschosszahl im Osten nimmt auf die gegenüberliegende Bestandsbebauung Rücksicht.
Die Innenhöfe mit den Öffnungen nach außen über die „Schaufensterloggien“ stellen attraktive und gut proportionierte Freiraumangebote dar. Die Einzelhandelsnutzungen sind gut verteilt und stärken die Bedeutung des Rathausplatzes und erzeugen eine durchgehende Frequenz bis in den Norden. Die Lage des Hotels am Bahnhof scheint gut gewählt. Die Tiefgaragenzufahrt erfolgt von Süden. Die Anlieferung im Westen erscheint plausibel, schwächt aber die Qualität des grünen Bandes. Fahrradabstellplätze sind an den Wohnungseingängen und im ersten OG auf Innenhofniveau angeordnet.