**Aktualisierung** Die Stadtwerke informieren - Keine Keime im Trinkwasser bei neuen Labortests

Donnerstag, 07. September 2017

Nachdem am vergangenen Wochenende mit einer vorübergehenden Chlorung des Unterschleißheimer Trinkwassers begonnen wurde, sind in diesem jetzt keine Keime mehr zu finden. In keiner der insgesamt 15 Wasserproben, die an verschiedenen Stellen des etwa 180 Kilometer langen Leitungsnetzes entnommen wurden, konnte das unabhängige Labor Keime nachweisen.

Die Unterschleißheimer Stadtwerke hatten am Freitag mit der Chlorung begonnen, nachdem bei einer Routinekontrolle eine Verunreinigung mit Bakterien des Typs Pseudomonas aeruginosa festgestellt worden war. Bei diesem Keim handelt es sich um ein natürlich vorkommendes Bakterium, das als natürlicher Bewohner praktisch überall im Erdreich und Wasser zu finden ist. Gesundheitsgefahr besteht in der Regel keine, nur bei Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem, speziell in Krankenhäusern, kann es zu Infektionen kommen. 

Das Gesundheitsamt, das bei Grenzwertüberschreitungen grundsätzlich informiert wird, bestätigte, dass das Wasser ohne Einschränkungen für den menschlichen Gebrauch geeignet war.

Die Auswertung weiterer Proben zeigte, dass sich das Vorkommen auf einen räumlich stark begrenzten Bereich um die Fritz-Lochmann-Straße beschränkte und auch dort die Konzentration des Keimes nur sehr schwach ausgeprägt war. 

Als Ursache wird vermutet, dass die Keime aus einer kontaminierten Hausinstallation über die Hausanschlussleitung in das Trinkwassernetz gelangt sind.

In dem betroffenen Haus wurden die Keime im Rahmen von Installationsarbeiten in hoher Konzentration festgestellt. Die Bewohner dieses Hauses sind durch die Hausverwaltung über die bakterielle Verunreinigung informiert worden. Nun gibt es von den Stadtwerken eine erste Entwarnung, vorsorglich wird die Chlorung aber aufrechterhalten, bis auch weitere Proben keine Keimbelastungen mehr aufweisen.