Trotz Warteliste hat sich die Betreuungssituation spürbar verbessert

Donnerstag, 06. Juni 2019

Fast 400 Plätze in Kindergarten und Kinderkrippe zugewiesen


Obwohl die Vergabe von Kindergarten- und Krippenplätzen erfolgreich verlief und sich die Betreuungssituation  im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert hat, gibt es noch eine längere Warteliste. Die Stadt Unterschleißheim bemüht sich intensiv um Lösungen und gibt Eltern Empfehlungen, wie sie am besten vorgehen, um einen Betreuungsplatz für ihr Kind  zu erhalten.

Insgesamt konnten bei der ersten und zweiten Platzvergabe 196 Krippenplätze und 197 Kindergartenplätze zugewiesen werden. Durch das im Herbst fertig werdende Kinderhaus von AcadeMedia können weitere drei Krippen- und zwei Kindergartengruppen mit insgesamt 86 Plätzen neu im Vergabeverfahren angeboten werden. Dazu kommt noch eine vierte Kindergartengruppe mit 12 Plätzen im Kinderhaus Denk mit! Unterschleißheim in der MICROCITY.

Aktuell sind noch 74 Kinder auf der Warteliste, die in Unterschleißheim keinen Betreuungsplatz haben und für das Jahr 2019/2020 angemeldet sind. Im Vorjahr waren es 101 Kinder. Davon benötigen bis Dezember nächsten Jahres 27 Kinder einen Platz im Kindergarten und 18 einen Platz in der Kinderkrippe. Von Januar bis August 2020 benötigen noch 15 Kinder einen Platz im Kindergarten und 14 einen Platz in der Kinderkrippe. Die Kindergartenplatzvergabe erfolgte grundsätzlich nach dem Alter des Kindes sowie nach Dringlichkeit.

Nach der zweiten Vergabe konnten Kinder, die bis Januar 2019 drei Jahre alt werden, berücksichtigt werden, abhängig davon, welche Einrichtungen bei der Anmeldung ausgewählt wurden. Die Stadtverwaltung empfiehlt daher allen Eltern, die auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind angewiesen sind, möglichst alle Kindertageseinrichtungen als auch die Tagespflege auszuwählen.

In der ersten Vergabe konnte einer größeren Zahl der Kinder kein Kindergartenplatz angeboten werden. Allerdings konnten im Krippenbereich vielen Familien ein Betreuungsplatz zugewiesen werden. Aus diesem Grund traf Erster Bürgermeister Christoph Böck die Entscheidung, im neu geplanten Kinderhaus Joki eine Krippengruppe in eine Kindergartengruppe umzuwandeln, um die Situation schnellstmöglich zu verbessern.

Im aktuellen Vergabeprozess besteht noch die Möglichkeit, weitere Plätze zu erhalten. Beim Kinderhaus Joki sind derzeit noch etwa 15 Plätze offen, in der Tagespflege 4 bis 5 und auch durch die schon beschlossene Großtagespflege werden noch 8 Plätze geschaffen.

Zusätzlich strebt die Verwaltung die Schaffung weiterer Kindergartenplätze im Kinderhaus Nordschloss in Zusammenarbeit mit dem Träger und dem Landratsamt München an. Die ersten Gespräche fanden bereits diese Woche statt.
Auch mit den Planungen für ein weiteres Kinderhaus befassen sich aktuell Stadtrat und Stadtverwaltung, um mit dem Ausbau den kompletten Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen abdecken zu können.

Leider konnten derzeit aufgrund von Personalmangel in einigen Kindertageseinrichtungen noch ca. 35 Plätze nicht besetzt werden. Um diese Situation zu verbessern, hat die Stadt im Mai Beschlüsse zur Unterstützung bei der Personalgewinnung gefasst. Diese umfassen unter anderem eine erhöhte Arbeitsmarktzulage und einen verbesserten Betreuungsschlüssel.